Zum Hauptinhalt springen

Diözesanversammlung 2026 & 175 Jahre Kolpingsfamilie Mainz Zentral

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Mainzer Augustinerkirche hat der Kolping-Diözesanverband Mainz seine Diözesanversammlung 2026 eröffnet. Gleichzeitig beging die Kolpingsfamilie Mainz‑Zentral ihr 175‑jähriges Jubiläum. Rund 54 Delegierte aus dem gesamten Bistum sowie zahlreiche Gäste nahmen an den Feierlichkeiten und der anschließenden Diözesanversammlung im Kolpinghaus Mainz teil.

Den Eröffnungsgottesdienst zelebrierte Bischof Dr. Peter Kohlgraf gemeinsam mit Präses Pfarrer Wolfgang Thrin, Diözesanpräses Pfarrer i. R. Michael Kunze, dem stellvertretenden Diözesanpräses Diakon Bernd Gaube und der Geistlichen Leiterin Gudrun Gomerski. Musikalisch wurde die Feier von Organist Sebastian Franz und Kantorin Angela Ruhr gestaltet.
Bischof Dr. Peter Kohlgraf würdigte in seiner Predigt die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements und die bleibende Aktualität der Kolping-Idee. „Kirche lebt dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und aus ihrem Glauben heraus handeln. Die Kolpingsfamilien sind dafür seit vielen Generationen ein überzeugendes Beispiel“, sagte der Bischof.
Der Bannerzug durch die Mainzer Innenstadt machte das Jubiläum der Kolpingsfamilie Mainz‑Zentral weithin sichtbar. Die Wurzeln der Kolpingarbeit in Mainz reichen bis ins Jahr 1851 zurück, als Adolph Kolping persönlich an der Gründung des Katholischen Gesellenvereins Mainz beteiligt war. Die Gründungsurkunde trägt seine Unterschrift. Der Diözesanverband würdigte diese Tradition und gratulierte der Kolpingsfamilie zum 175‑jährigen Bestehen. Vorsitzende Josefa Reh nahm die Glückwünsche entgegen.

Im Anschluss an die Feierlichkeiten begann die Diözesanversammlung. Die Delegierten nahmen Berichte entgegen, diskutierten die Arbeit des vergangenen Jahres und befassten sich mit aktuellen Herausforderungen für Verband und Gesellschaft. Diözesanvorsitzender Thomas Isser erinnerte an Kolpings Auftrag, Glauben und gesellschaftliches Engagement untrennbar miteinander zu verbinden. Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Katja Roßwog setzte er mit einem Impuls-Referat zu „Kolping – gestern, heute, morgen“ Akzente für die Zukunft.

Mit großer Zustimmung bestätigten die Delegierten Diözesanpräses Pfarrer i. R. Michael Kunze einstimmig im Amt.
Inhaltlich prägte ein Antrag der Kolpingjugend die Versammlung: Sie forderte verpflichtende Präventionsschulungen für Leitungsverantwortliche. Die Delegierten diskutierten den Vorstoß intensiv und unterstrichen die Bedeutung einer verantwortungsvollen Verbandsarbeit.

Zum Abschluss wurde deutlich, dass die Grundanliegen Adolph Kolpings auch 175 Jahre nach Gründung des Mainzer Gesellenvereins nichts an Aktualität verloren haben. Die Verbindung von Glauben, gesellschaftlicher Verantwortung und konkreter Hilfe bleibe Leitmotiv des Verbandes. „Die Zeit drängt, und wir dürfen nicht stehen bleiben, Christen dürfen nicht bequem werden“, mahnte bereits Adolph Kolping – ein Satz, der bis heute daran erinnert, dass Christsein Bewegung, Mut und Aufbruch bedeutet. Diözesanpräses Michael Kunze ermutigte am Ende der Veranstaltung alle Kolpingsfamilien Kirche und Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

PM Diözesanversammlung 2026